Wendepunkt - Alijah Rückblick: Jüdische Einwanderung nach Israel 2025

2025 war ein Wendepunkt: Jahrelang wagten mehrheitlich Juden aus der ehemaligen Sowjetunion einen Neuanfang in Israel. Jetzt nimmt die Zahl der jüdischen Einwanderer aus dem Westen zu. Bald könnten sie die Führung übernehmen.

Ziel: Bessere Zukunft

Im vergangenen Jahr konnte die ICEJ mehr als 3.000 Juden aus Äthiopien, Frankreich, Großbritannien und den ehemaligen Sowjetrepubliken bei ihrer Alijah unterstützen, darunter viele Familien. Sie versprechen sich in Israel eine bessere Zukunft und wollen Teil von Gottes Plan für das Land ihrer Vorfahren werden. Allerdings kommen die wenigsten wirklich aus religiösen Motiven. Die meisten Juden aus westlichen Ländern fliehen vor dem weltweit wachsenden Judenhass.

Unser Auftrag und unsere Berufung, Juden zu helfen, in Israel Heimat zu finden, stammt aus Jesaja 49,22: „Sie werden deine Söhne auf ihren Armen tragen und deine Töchter auf ihren Schultern.“ Wenn wir Flüge sponsern und Integrationsprogramme finanzieren, erfüllen wir diese Prophezeiung, die vor langer Zeit über Israel ausgesprochen wurde.

Problemland Frankreich

Im Frühjahr und Sommer half die ICEJ bei der Finanzierung mehrerer Alijah-Flüge, mit denen französische jüdische Familien nach Israel gebracht wurden. Der wachsende Exodus nach Israel wird gerade in Frankreich von den Feindseligkeiten angetrieben, die Juden auf den Straßen, in Schulen und am Arbeitsplatz erleben müssen. Viele französische Juden möchten das Land so schnell wie möglich verlassen. Daher verstärkte die ICEJ ihre Bemühungen in Frankreich und leistete Unterstützung, um Familien dabei zu helfen, die Umbrüche zu bewältigen, die mit der Entwurzelung ihres Lebens einhergehen.

Flucht aus Großbritannien

Im August sponserte die ICEJ den größten Alijah-Flug britischer Juden seit fünfzehn Jahren. Britisch-jüdische Familien nahmen ihre Kinder aus den Schulen, verkauften ihre Häuser und begannen ein neues Leben in einem Land, das sich noch immer im Kriegszustand befand. Sie flohen vor den eskalierenden Feindseligkeiten gegen Juden in Großbritannien.

Dies stellt einen traurigen und beschämenden historischen Wandel dar: Juden, die in stabilen westlichen Demokratien leben, kommen zu dem gleichen Schluss, zu dem ihre Großeltern in den 1930er Jahren gelangten – dass sie das Land verlassen müssen, weil es ihnen keine Zukunft und Sicherheit mehr bieten kann.

Alijah aus Äthiopien

Äthiopische Juden haben ihren Glauben und ihre Identität über Jahrhunderte der Isolation bewahrt. Im Oktober half die ICEJ äthiopischen jüdischen Familien auf ihrer Reise in die biblische Heimat.

Alijah aus dem Norden

Russland, die Ukraine, Weißrussland, Zentralasien und die baltischen Staaten lassen weiterhin ihre jüdische Bevölkerung nach Israel auswandern. Damit erfüllt sich Jeremias Prophezeiung (16,15) über die Rückkehr der Juden aus „dem Land des Nordens”.

Ankunft in Israel

Die Alijah endet nicht, wenn eine jüdische Familie am Ben Gurion Flughafen aus dem Flugzeug steigt – dort fängt sie erst richtig an. Die Einwanderer stehen vor zahlreichen Herausforderungen, sie müssen Hebräisch lernen, Arbeit finden, die israelische Kultur kennenlernen und neue soziale Netzwerke knüpfen. Wir haben unsere Integrationsprogramme im letzten Jahr ausgeweitet, besonders im Bereich der Initiativen zur Förderung der Arbeitskräfte. Die Integration der Einwanderer in die israelische Wirtschaft ist eine Investition in die Zukunft des Landes.

Auch die Alijah-Jugendprogramme Naale und Sela gehörten zu unseren Schwerpunkten. Diese Jugendprogramme ermöglichten es jüdischen Familien, ihre Teenager allein „voraus“ nach Israel zu schicken, um dort die Schule oder Ausbildung abzuschließen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden bereits vor der Alijah in Jugend-Alijah-Camps der Jewish Agency auf ihre spätere Auswanderung nach Israel vorbereitet. Wir unterstützen auch diese Jugend-Camps, denn die Begegnungen mit anderen Jugendlichen, die ebenfalls nach Israel auswandern möchten, hilft ihnen, Kontakte zu knüpfen und Selbstvertrauen zu gewinnen. Die Alijah ohne Eltern ist sowohl für die Eltern als auch für die Kinder sehr schwer.

Seit Gründung der ICEJ 1980 konnten wir über 193.000 Juden aus über 35 Ländern die Alijah ermöglichen.

 

Sogwirkung

Was als schwierige Entscheidung einzelner jüdischer Familien begann, hat große Sogwirkung entwickelt: Europas Juden beobachten, wie ihre Glaubensgenossen erfolgreich ein neues Leben in Israel aufbauen, während ihre bisherigen Heimatländer zunehmend feindseliger werden.

Die Dynamik ist unbestreitbar. Die Kombination aus Alijah-Erfolgsgeschichten und sich verschlechternden Bedingungen in westlichen Ländern wird den Anstieg auswanderungswilliger Juden im Jahr 2026 vorantreiben.

Die ICEJ hat sich verpflichtet, dem jüdischen Volk beizustehen. Wir setzen uns deshalb vor Ort in Europa und weltweit mit all unseren Möglichkeiten gegen Judenhass ein und gehen für die jüdische Gemeinschaft auf die Straße. Doch unsere Mission ist es zugleich auch, Juden zu helfen, in ihr biblisches Heimatland zurückzukehren.

Wir danken Ihnen, liebe ICEJ-Freunde, dass Sie beides durch Ihre Spenden möglich machen.

 

 


ICEJ hilft Alijah Welle der Bnei Menashe Juden

Ende November fasste die israelische Regierung einen Entschluss, der das Leben von mehr als 5.000 Menschen israelitischer Abstammung in den abgelegenen Hügeln Nordostindiens für immer verändern wird. Das Kabinett von Premierminister Benjamin Netanjahu legte einen Fünfjahresplan zur Vollendung der Alija der Bnei-Menashe-Gemeinschaft fest. – Die Nachfahren des antiken israelitischen Stammes Manasse, die ihre jüdische Identität über 2.700 Jahre im Exil bewahrt haben.

Für die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem, die seit 2012 fast die Hälfte aller Alija-Flüge für Bnei-Menashe-Einwanderer unterstützt hat, ist diese Ankündigung die Erfüllung jahrzehntelanger Gebete, Fürsprache und praktischer Hilfe. Sie ist auch eine Erinnerung daran, dass Gottes Verheißung, „deine Nachkommen aus dem Osten zu bringen“ (Jesaja 43,5), sich weiterhin in unserer Zeit erfüllt.

Die lange Reise einer Gemeinschaft

Die Geschichte der Bnei Menashe liest sich wie ein biblisches Epos. Ihre mündlichen Überlieferungen führen ihre Vorfahren bis ins assyrische Exil von 722 v. Chr. zurück, als die nördlichen Stämme Israels über den Alten Vorderen Orient zerstreut wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wanderten viele nach Osten entlang der Seidenstraße (historische Handelswege, die über viele Jahrhunderte Asien mit Europa und Teilen Afrikas verband.) und ließen sich schließlich in den heutigen indischen Bundesstaaten Manipur und Mizoram nieder.

Trotz Isolation und Umherziehen bewahrten sie bemerkenswerte jüdische Traditionen: einen Ruhetag ähnlich dem Schabbat, den Verzicht auf Schweinefleisch, rituelle Opfer und ein jährliches Fest, das den Verzicht auf gesäuertes Brot beinhaltet. Am eindrücklichsten aber hielten sie das „Sikpui Hla“ lebendig – ein altes Lied, das von der Durchquerung eines Meeres, verfolgenden Feinden und einer Feuersäule berichtet – Details, die auffallend dem Exodusbericht der Bibel ähneln.

Im Jahr 2005 erkannte das Oberrabbinat Israels die Bnei Menashe offiziell als Nachfahren der Israeliten an. Seitdem sind rund 4.000 von ihnen nach Israel eingewandert, während weitere 5.800 in Indien warteten – bis jetzt.

 

Die Partnerschaft der ICEJ inmitten der Krise

Während der COVID-19-Pandemie finanzierte die ICEJ die Flüge von 131 der insgesamt 274 Bnei-Menashe, die nach Israel gebracht wurden – oft unter schwierigen Umständen. Als Einwanderer in Neu-Delhi festsaßen, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, stellten ICEJ-Spender Unterkunft, Lebensmittel und medizinische Versorgung für Familien bereit, die ihre Häuser und Geschäfte bereits verkauft hatten und sich auf dem Weg nach Israel befanden. Dies zeigte das christliche Engagement, an der Seite Israels während der Rückkehr des jüdischen Volkes zu stehen. Seit unserer Gründung im Jahr 1980 hat die ICEJ mehr als 193.000 Juden aus über 35 Ländern bei der Alija unterstützt.

 

Die historische Regierungsentscheidung

Die jüngste Entscheidung des israelischen Kabinetts markiert einen Wendepunkt. Etwa 1.200 Bnei Menashe werden bis Ende 2026 nach Israel einwandern, die restlichen 4.600 bis 2030. Die gesamte Operation wird von der israelischen Regierung und der Jewish Agency for Israel durchgeführt.

Eine wichtige Entscheidung, die auch zur Stärkung des Nordens und Galiläas beitragen wird“, erklärte Premierminister Netanjahu, da sich die neuen Einwanderer vor allem in Nof und HaGalil und anderen Städten im Norden niederlassen werden.

Warum es wichtig ist

Die Bnei Menashe haben sich als loyale und produktive Bürger erwiesen. Viele dienen mit Auszeichnung in den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF); einige von ihnen haben die Präsidentenmedaille für hervorragenden Militärdienst erhalten. Sie bringen starke familiäre Werte, eine solide Arbeitsethik und tiefe Loyalität zum jüdischen Staat mit.

Seit 2023 sind die in Manipur verbliebenen Bnei Menashe in schwere ethnische Gewalt zwischen lokalen Stammesgruppen geraten. Etwa 1.000 Mitglieder der Gemeinschaft wurden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört. Viele leben nun in Flüchtlingslagern und stehen vor dem, was Gemeindeleiter „eine ungewisse Zukunft“ nennen. Die Entscheidung der Regierung verwandelt ihre Verzweiflung in Hoffnung.

 

 


Ankommende Olim Ben Gurion Flughafen

Mit Koffern und Kinderwagen treffen jüdische Einwanderer aus Europa in Israel ein. Diese Bilder sollten die Welt beschämen. Denn es sind Fluchtbilder. Sie dokumentieren das Versagen unserer Politik und Gesellschaft.

Flucht vor Hass - Die meisten Neueinwanderer lächeln bei ihrer Ankunft am Flughafen von Tel Aviv in die Kameras. Unter ihnen kleine Kinder, betagte Großeltern und junge Mütter mit Säuglingen im Arm. Viele halten Israelfahnen in den Händen. Doch hinter ihrer Entscheidung, in den jüdischen Staat auszuwandern, „Alijah“ zu machen, wie es im Hebräischen heißt, stecken nur selten religiöse Motive.

Europas Juden fliehen vor dem explodierenden Judenhass, vor den Zuständen, die wir in unseren Städten tolerieren. In manchen Familien brechen gleich drei Generationen gemeinsam nach Israel auf. Andere Familien schicken nur ihre Teenager-Kinder. Israels Schüler- und Studentenprogramme für junge Einwanderer sind hoch gefragt. Jüdische Kinder und Eltern nehmen die schmerzhafte Trennung auf sich, weil die Situation an Schulen und Universitäten in vielen Ländern Europas für Juden unerträglich geworden ist.

„Game over“ in Europa - Alles aufzugeben und neu anzufangen in einem Land, das sich mitten im Krieg befindet, dessen Sprache man nicht spricht und das eine zweijährige Wehrpflicht vorsieht, erscheint vielen europäischen Juden inzwischen sicherer und lebenswerter als ein Weiterleben in Europa. Die Bilder der jüdischen Familien mit Koffern in den Händen sollte Europa wachrütteln. Doch Berichte dazu sucht man in den meisten Medien und in der Politik vergeblich.

Islamisten & Mitläufer - Juden in Großbritannien und auch in Deutschland packen ihre Koffer. Besonders aber in Frankreich. Der ehemalige Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Pierre Besnainou, fasste die Zukunft der Juden in Frankreich in zwei Worten zusammen: „Game over“ – es ist vorbei. Die offen anti-israelische Politik von Präsident Emmanuele Macron mache Frankreich „zum Verbündeten der Islamisten und deren linken Mitläufer“, analysierte die Jüdische Allgemeine im August.

Bereits seit über 20 Jahren sind französische Juden mit gewalttätigem Antisemitismus konfrontiert – ohne ernsthafte politische Gegenmaßnahmen zu erleben. Jüdische Schulen, Friedhöfe, Gedenkstätten und Synagogen werden angegriffen. Immer wieder kommt es zu grausamen, antisemitistisch motivierten Gewaltverbrechen und Morden. Es gibt an öffentlichen Schulen praktisch keine jüdischen Schüler mehr, berichtet die Jüdische Allgemeine – die Eltern versuchen, ihre Kinder an teuren Privatschulen oder jüdischen Schulen unterzubringen. Über 70.000 französische Juden sind in den letzten 20 Jahren bereits nach Israel ausgewandert.

Einseitige Medien Auch auf deutschen Straßen und Universitäten gehört Judenhass seit dem Terrorüberfall der Hamas auf Israel zum Alltag. Ähnliche Nachrichten erreichen uns aus Österreich.  Die dortige Jüdische Kultusgemeinde berichtet von zahlreichen antisemitischen Vorfällen und einer Flut von Hassmails. Und sie stellt klar: Zum antisemitischen Klima trage besonders auch die auffallend einseitige anti-israelische Berichterstattung in den Medien bei. Sogar der Schweizer Israelitische Gemeindebund (SIG) warnt: „Das Sicherheitsgefühl jüdischer Menschen und die Sicherheitslage jüdischer Einrichtungen haben sich deutlich verschlechtert.“

Dabei beweisen die Fotos der jüdischen Einwanderer aus Europa, wie wichtig das Überleben des jüdischen Staats ist. Und wie gefährlich die falsche Toleranz ist, mit der Europa den neuen Israel- und Judenhass gewähren lässt.

Bitte unterstützen Sie die Alijah-Arbeit der ICEJ mit Ihrer Spende. Herzlichen Dank! 


ICEJ sponsert größten Sonderflug

 

Es war der größte Auswanderer-Sonderflug aus Großbritannien nach Israel seit 15 Jahren: Im Sommer sponserte die ICEJ die Alijah (hebräisches Wort für Einwanderung nach Israel) für 50 britische Juden.

Flugbegleiterin ICEJ-Vizepräsidentin Nicole Yoder begleitete die große Gruppe und war Zeugin dieses historischen Moments, als britische Familien, manche mit drei Generationen, ihre lebensverändernde Reise in den jüdischen Staat antraten. „Es war eine besondere und bewegende Erfahrung, am größten Alijah-Flug aus Großbritannien nach Israel seit 15 Jahren teilzunehmen“, berichtete Nicole.

Die Altersspanne in der Alijah-Gruppe war groß, sie reichte von Babys in Kinderwagen bis zu betagten Großeltern. Dieser generationsübergreifende Aspekt spiegelt die kollektive Entscheidung einer wachsenden Zahl britischer Juden wider, ihre Zukunft im jüdischen Staat zu sichern. Die Zahl der Alijah-Anträge wächst dort rasant. 2024 wanderten 676 britische Juden nach Israel aus – fast doppelt so viele wie 2023.

Komplexe Gefühle Ausschlaggebend für die Alijah-Entscheidung sind die schwierigen Umstände, mit denen Juden heute in Europa konfrontiert sind. Doch die Auswanderung führt auch zu einer neuen Verbundenheit mit der eigenen jüdischen Identität. Am Flughafen in London wurde dies deutlich. Kinder schwenkten voller Vorfreude ihre Israel-Fahnen. Die Eltern kümmerten sich um Gepäck und Dokumente, ihre Gesichter spiegelten die komplexen Gefühle wider, die mit dem Verlassen ihrer Karrieren, Häuser und Großfamilien in Großbritannien verbunden sind.

Die Gruppe wurde in Israel von Vertretern des Alijah-Ministeriums und der ICEJ herzlich empfangen. Wir konnten ihnen Geschenkkarten überreichen, um ihnen bei den ersten Einkäufen von Lebensmitteln und Haushaltsartikeln zu helfen. Viele Neueinwanderer umarmten Nicole lange und herzlich, voller Dankbarkeit für die Unterstützung und Anerkennung. Auch ein amerikanischer Spender war persönlich an Bord des Flugzeugs. Seine Begründung, warum er für den Flug gespendet hatte, berührte die Gruppe: „Ich liebe das jüdische Volk. Deshalb liebe ich euch!“

Erfüllte Prophezeiung Solche Szenen haben für Christen, die Israel unterstützen, eine tiefe Bedeutung. Der Prophet Jeremia sprach von einer Zeit, in der Gott sein Volk „aus dem Land des Nordens und von den Küsten der Erde“ versammeln würde. Die britische Alijah erfüllt diese Prophezeiung – Juden kehren aus den nördlichen Küstengebieten zurück nach Zion.

Doch die praktischen Herausforderungen, denen diese Familien gegenüberstehen, dürfen nicht unterschätzt werden. Sie lassen etablierte Karrieren und vertraute Gemeinschaften zurück. Nur wenige beherrschen Hebräisch. Doch mit großem Ehrgeiz wollen sie sich daran machen, nun einen wertvollen Beitrag zur israelischen Gesellschaft zu leisten.

 

Zahlen in Kürze

Alijah aus Frankreich: Im Sommer sponserte die ICEJ Alijah-Flüge für 60 Juden aus Frankreich. Seit dem Terrorüberfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 konnte die ICEJ 848 französischen Juden die Alijah ermöglichen.

Alijah aus Äthiopien: 9 Flüge konnte die ICEJ im Sommer für äthiopische Juden finanzieren. Seit 2015 hat die ICEJ Flüge für 3.286 der insgesamt 7.948 äthiopischen Juden ermöglicht, die nach Israel eingewandert sind.

Neuanfang: Über 45.000 Juden sind seit dem Terrorüberfall der Hamas nach Israel gezogen. Die ICEJ unterstützt nicht nur Alijah-Flüge, sondern hilft den Neuankömmlingen auch bei der Integration, bei Berufsausbildungen und Sprachkursen.

 

Bitte unterstützen Sie die Alijah-Arbeit der ICEJ mit Ihrer Spende. Herzlichen Dank! 


ICEJ verstärkt Alijah-Arbeit in Frankreich und Deutschland

Unsere jüdischen Partner in Frankreich und Deutschland haben um Hilfe gebeten bei der Bewältigung der zahlreichen Alijah-Wünsche.

 Alijah-Nachfrage Aus beiden Ländern haben uns dringende Bitten um eine Erweiterung der Alijah-Hilfe erreicht angesichts der hohen Nachfrage: 2025 nahm die französische Alijah um 55 Prozent zu gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024. Dabei waren die Alijah-Zahlen 2024 bereits um 99 Prozent gegenüber 2023 gestiegen.

Die jüdischen Gemeinden in Frankreich und Deutschland haben eine gemeinsame Geschichte, die von reicher Kultur und schmerzhafter Verfolgung geprägt ist. In Deutschland lebten vor dem Holocaust über 500.000 Juden, die bedeutende Beiträge zur Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur leisteten. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es nur noch ein paar Tausend. Doch entgegen allen historischen Erwartungen beherbergt Deutschland heute wieder eine der größten jüdischen Gemeinden Europas. Der Aufschwung kam nach dem Zusammenbruch der UdSSR 1991. Damals traf Deutschland die Entscheidung, Juden aus den ehemaligen Sowjetrepubliken als Teil einer historischen Verantwortung aufzunehmen: Die deutsche Regierung richtete das Kontingentflüchtlingsprogramm für Juden aus der ehemaligen UdSSR ein. Zwischen 1991 und 2005 ließen sich über 220.000 russischsprachige Juden in Deutschland nieder.

Heimkehr In den frühen 2000er Jahren entschieden sich sogar mehr jüdische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion für Deutschland statt für Israel. Grund dafür waren wirtschaftliche Erwägungen, Sprachbarrieren und Sicherheitsbedenken – es war die Zeit der zweiten palästinensischen Intifada. Vor diesem Hintergrund begann die deutsche Alijah-Arbeit der ICEJ. 2005 starteten wir in Zusammenarbeit mit der Jewish Agency und dem Global Calling Center das Programm Habaita („Heimkehr“).

Juden in Frankreich Frankreich hat die größte jüdische Gemeinde in Westeuropa, trotz jahrhundertelangem Antisemitismus. Die Arbeit der ICEJ in Frankreich begann 2010 mit einem ersten Alijah-Gruppenflug von Marseille aus – schon damals war die wachsende Bedrohung für französische Juden der Hauptgrund für die Alijah. Die Gefahr war sehr real: Als in Israel die zweite palästinensische Intifada tobte (2000-2005), war der Konflikt auf Frankreich übergeschwappte. Brandanschläge auf Synagogen, Vandalismus in jüdischen Schulen und Angriffe auf Personen, die jüdische Symbole trugen, waren die Folge. Es kam zu mehreren tödlichen antisemitischen Anschlägen und Morden.

Zufluchtsort Natan Sharansky, ehemaliger Vorsitzender der Jewish Agency erklärte gegenüber der Zeitung „Die Welt“: „Jeder Jude muss entscheiden, wo er seine Zukunft aufbauen will. Aber wir wollen, dass jeder Jude weiß: Israel ist immer da und heißt ihn willkommen.“

 

So helfen wir:

Die Alijah-Unterstützung (Einwanderungshilfe) der ICEJ umfasst jede Phase des Alijah-Prozesses.

1. Flüge und Logistik - Die ICEJ unterstützt bei allen logistischen Prozessen der Einwanderung und übernimmt Flugkosten.

2. Vorbereitung - Wir finanzieren Alijah-Vorbereitungsprogramme für ukrainische Juden, die über Deutschland und die baltischen Staaten vor dem Krieg mit Russland nach Israel fliehen wollen.

3. Jugend-Alijah - Die ICEJ ermöglicht Jugendprogramme wie das Naale-Programm: Junge Juden aus aller Welt erhalten die Möglichkeit, in Israel gebührenfrei zu studieren, inklusive Unterkunft, Verpflegung und Integrationspaket. 90 Prozent bleiben nach dem Studium in Israel, oft folgen ihre Familien nach. Außerdem finanzieren wir Sommerlager und Seminare.

4. Begeisterung wecken - Die ICEJ steht öffentlich zu Israel und dem jüdischen Volk – überall auf der Welt. Wir unterstützen Veranstaltungen, die Jugendlichen in der Diaspora helfen, ihre jüdischen Wurzeln wertzuschätzen und sich für Israel zu begeistern.

5. Integration - Wir ermöglichen spezielle Integrationsprogramme und Hebräischkurse, außerdem helfen wir bei der Arbeitsvermittlung – gerade Einwanderern mit besonderen Bedürfnissen.

Bitte unterstützen Sie die Alijah-Arbeit der ICEJ mit Ihrer Spenden. Vielen Dank.