Pessach Pakete für jüdische Familien - trotz des Krieges
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Trotz der häufigen Unterbrechungen, in denen man Schutz vor eintreffenden iranischen Raketen sucht, hat das ICEJ-Hilfs-Team in den vergangenen Wochen mit Freude Pessach-Geschenke und Lebensmittelgutscheine an Hunderte bedürftiger jüdischer Familien in ganz Israel verteilt. Einige Familien waren sogar überrascht, dass Christen in Kriegszeiten an sie denken. Diese „Feiertagslieferungen“ sind nicht nur eine praktische Hilfe, sondern erinnern die Menschen auch daran, dass sie nicht vergessen sind.
Dank der Unterstützung unserer Spender weltweit wurden etwa 400 israelische Haushalte in Aschkelon, Aschdod, Netanja, Mateh Jehuda, Ma’ale Adumim und anderen Städten kurz vor Pessach mit dieser Hilfe überrascht und ermutigt.
In Aschkelon wurde die ICEJ von Elena empfangen, die vor zehn Jahren aus Belarus nach Israel eingewandert ist. Als alleinerziehende Mutter zieht sie ihren fünfjährigen Sohn groß und arbeitet gleichzeitig als Pflegekraft. Trotz ihren Herausforderungen ist sie darauf bedacht anderen Menschen zu helfen. Die Pessach-Geschenke haben sie tief berührt – sie reagierte mit einer spontanen, herzlichen Umarmung!
Ganz in der Nähe besuchte das Team Irina und ihre Freundin Marina. Irina, die vor über 20 Jahren aus Kiew nach Israel gezogen ist hat einen Sohn. Obwohl andere Familienmitglieder in der Ukraine geblieben sind, steht sie in engem Kontakt mit ihnen und sorgt sich um ihr Wohlergehen. Das Pessach – Geschenk hat sie daran erinnert, dass sie gesehen und für sie gesorgt wird.
Eine weitere Frau, ebenfalls namens Elena, die seit 7 Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen lebt allein. Sie hat einen Sohn in Sderot. Trotz der täglichen Herausforderungen meistert sie ihren Alltag mit bewundernswerter Stärke und Würde. Elena war sehr daran interessiert, mehr über die schöne Pessach-Karte und das Geschenk zu erfahren, das sie erhalten hat.
Gibt es Menschen, die sich um mich kümmern und während des Krieges aus Jerusalem hierherfahren?“, sagte sie erstaunt. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Vielen Dank!“
Andernorts litt Alla noch unter leichten Beschwerden nach einem Zahnarztbesuch, bestand jedoch darauf, dem Hilfs-Team als Gegenleistung für das Geschenk, einige Pralinen anzubieten.
„Ihr seid Helden“, rief die 95-jährige Holocaust-Überlebende Eva, als sie das ICEJ-Team ankommen sah. „Ihr habt euch getraut hierher zu fahren, während Raketen im ganzen Land fliegen – das beweist euren Mut.“
Eva sagte uns bei einer Tasse Tee, dass der Besuch sie davon ablenkte, sich Sorgen, um ihre Kinder und Enkel zu machen.
„Jeder Tag ist ein Geschenk. Nimm ihn an, denn er wird nicht zurückkommen“, sagte sie. „Das Geschenk, das ihr mir heute gebracht habt, ist nicht nur ein Präsent. Es ist eine von Herzen kommende Box voller Liebe, die wirklich zeigt, wie sehr ihr euch kümmert. Angesichts des zunehmenden Antisemitismus in der Welt wärmt es mein Herz zu wissen, dass wir in der ICEJ Freunde haben, die an unserer Seite stehen und uns unterstützen.“
In Aschdod beschrieb der Sozialarbeiter Ram seine Arbeit als „Mission“. Als Verantwortlicher für 400 Familien erlebt er täglich den wachsenden Bedarf an sozialer Unterstützung. Er schätzt, dass 15 % der Bevölkerung von Aschdod (45.000 von rund 300.000 Einwohnern) staatliche Hilfe erhalten.
„Ohne die ICEJ könnte ich das nicht machen. Wir machen das zusammen.“ Betonte er.
Einer dieser Einwohner ist Rafi. Er befindet sich in Krebsbehandlung und hat kürzlich seine Mutter verloren. Trotz seiner persönlichen Herausforderungen begrüßte er das Team mit einem strahlenden Lächeln. Selbst als der Bombenalarm den Besuch unterbrach und alle zwei Stockwerke hinunter in den Luftschutzkeller gehen mussten, behielt Rafi seinen Humor und seine Fürsorge für andere bei, erkundigte sich nach den Nachbarn und beruhigte alle. Da das Gebäude keinen Aufzug hat, benutzte Rafi seinen Gehwagen, um die Treppe hinunterzukommen, und scherzte, dass er durch all diese Sirenen schon gute Übung bekommen habe.
„Die Arbeit, der ICEJ – jeder sollte davon erfahren“, sagte Rafi. „Eure Anwesenheit hier ist so wichtig, ebenso wie eure Fürsprache für Israel in den Nationen… Danke, dass ihr hier bei uns seid.“
Bei einer anderen Familie trafen wir Rachel, eine Mutter von sechs Kindern im Alter von acht bis 19 Jahren, die unter beengten Verhältnissen in einer kleinen Wohnung lebt. Sie berichtete von der emotionalen Belastung, ihre Kinder in Kriegszeiten großzuziehen. Beim Betreten der Wohnung sahen wir Matratzen, die das Wohnzimmer füllten. Dem ICEJ-Team wurde berichtet, dass die Kinder dort schlafen, während ihr Vater in seinem eigenen Zimmer schläft und sie und ihr Mann in einem weiteren kleinen Raum übernachten. Mit begrenzten Ressourcen für den Online-Unterricht und einer Tochter in Traumatherapie sind Rachels Tage voller Herausforderungen. Der Besuch des ICEJ-Teams bewegte sie zu Tränen, als sie das Pessach-Geschenk erhielt. Beim Verlassen ermutigte das ICEJ-Personal sie, beim nächsten Sirenengeheul Psalm 121 zu beten – denn Gott wacht tatsächlich über Israel.
Das Team der ICEJ besuchte auch Malka und ihren Ehemann, die vor 20 Jahren aus dem Iran Alija gemacht haben. Vier ihrer sieben Kinder leben in Israel. Doch Malka war zutiefst besorgt, weil drei ihrer Kinder noch in Teheran sind und bisher keine Alija machen konnten. Seit über einem Monat hat sie keinen Kontakt mehr zu ihnen.
Der Besuch der ICEJ war für sie zwar eine kurze Ablenkung, doch ihre Gedanken kehrten immer wieder zu „meine Kinder, meine Kinder“ zurück, wiederholte sie leise. Malka glaubt, dass Gott in schwierigen Zeiten ihre Stärke und Zuflucht ist, und dass dieser Glaube sie trotz der Ungewissheit über die Zukunft ihrer Kinder aufrechterhält.
Auf der Fahrt die Küste hinauf nach Netanja waren die Auswirkungen des Krieges besonders deutlich spürbar. Viele benachteiligte Familien zögern, ihre Häuser zu verlassen, um das örtliche Sozialamt aufzusuchen, und Alleinerziehende stehen zusätzlich vor der Herausforderung, das Homeschooling ihrer Kinder zu bewältigen.
Heidi, eine Sozialarbeiterin, äußerte ihre herzliche Dankbarkeit für das Engagement der ICEJ, die Pessach-Geschenke zu überbringen.
„Danke an die ICEJ für die Pessach Geschenke, inmitten dieser schwierigen Zeit.“ Sagte Heidi.
Es gab weitere Begegnungen mit ähnlichen Geschichten und Schwierigkeiten, aber auch mit Widerstandskraft. In Ma’ale Adumim sprach eine äthiopische Mutter von fünf Kindern namens Malonesh über die Bedeutung von Gemeinschaft für das Überleben. Trotz ihrer eigenen gesundheitlichen Probleme und der Herausforderung bei Sirenen in ein Nachbargebäude zu fliehen, konzentriert sie sich darauf, anderen zu helfen.
Sie freute sich über das Pessach-Geschenk und beschrieb es als „schön“ - eine Box mit Olivenöl, Wein und anderen Dingen, dazu eine Geschenkkarte, um Lebensmittel für Pessach zu kaufen.
In der Zeit, in der wir uns an Gottes mächtige Befreiung und seine treue Versorgung in der Wüste erinnern, erinnern die Pessach-Geschenke der ICEJ jede dieser notleidenden jüdischen Familien daran, dass Christen auf der ganzen Welt inmitten von Krieg, Angst und Not an sie denken und sich um sie kümmern.
Werden Sie Teil unserer Bemühungen bedürftigen israelischen Familien Hoffnung und eine bessere Zukunft zu schenken. Spenden Sie noch heute. Vielen Dank!
