ICEJ hilft bei neuer Alijah Welle der Bnei Menashe Juden

Ende November fasste die israelische Regierung einen Entschluss, der das Leben von mehr als 5.000 Menschen israelitischer Abstammung in den abgelegenen Hügeln Nordostindiens für immer verändern wird. Das Kabinett von Premierminister Benjamin Netanjahu legte einen Fünfjahresplan zur Vollendung der Alija der Bnei-Menashe-Gemeinschaft fest. – Die Nachfahren des antiken israelitischen Stammes Manasse, die ihre jüdische Identität über 2.700 Jahre im Exil bewahrt haben.

Für die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem, die seit 2012 fast die Hälfte aller Alija-Flüge für Bnei-Menashe-Einwanderer unterstützt hat, ist diese Ankündigung die Erfüllung jahrzehntelanger Gebete, Fürsprache und praktischer Hilfe. Sie ist auch eine Erinnerung daran, dass Gottes Verheißung, „deine Nachkommen aus dem Osten zu bringen“ (Jesaja 43,5), sich weiterhin in unserer Zeit erfüllt.

Die lange Reise einer Gemeinschaft

Die Geschichte der Bnei Menashe liest sich wie ein biblisches Epos. Ihre mündlichen Überlieferungen führen ihre Vorfahren bis ins assyrische Exil von 722 v. Chr. zurück, als die nördlichen Stämme Israels über den Alten Vorderen Orient zerstreut wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wanderten viele nach Osten entlang der Seidenstraße (historische Handelswege, die über viele Jahrhunderte Asien mit Europa und Teilen Afrikas verband.) und ließen sich schließlich in den heutigen indischen Bundesstaaten Manipur und Mizoram nieder.

Trotz Isolation und Umherziehen bewahrten sie bemerkenswerte jüdische Traditionen: einen Ruhetag ähnlich dem Schabbat, den Verzicht auf Schweinefleisch, rituelle Opfer und ein jährliches Fest, das den Verzicht auf gesäuertes Brot beinhaltet. Am eindrücklichsten aber hielten sie das „Sikpui Hla“ lebendig – ein altes Lied, das von der Durchquerung eines Meeres, verfolgenden Feinden und einer Feuersäule berichtet – Details, die auffallend dem Exodusbericht der Bibel ähneln.

Im Jahr 2005 erkannte das Oberrabbinat Israels die Bnei Menashe offiziell als Nachfahren der Israeliten an. Seitdem sind rund 4.000 von ihnen nach Israel eingewandert, während weitere 5.800 in Indien warteten – bis jetzt.

 

Die Partnerschaft der ICEJ inmitten der Krise

Während der COVID-19-Pandemie finanzierte die ICEJ die Flüge von 131 der insgesamt 274 Bnei-Menashe, die nach Israel gebracht wurden – oft unter schwierigen Umständen. Als Einwanderer in Neu-Delhi festsaßen, nachdem sie positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, stellten ICEJ-Spender Unterkunft, Lebensmittel und medizinische Versorgung für Familien bereit, die ihre Häuser und Geschäfte bereits verkauft hatten und sich auf dem Weg nach Israel befanden. Dies zeigte das christliche Engagement, an der Seite Israels während der Rückkehr des jüdischen Volkes zu stehen. Seit unserer Gründung im Jahr 1980 hat die ICEJ mehr als 193.000 Juden aus über 35 Ländern bei der Alija unterstützt.

 

Die historische Regierungsentscheidung

Die jüngste Entscheidung des israelischen Kabinetts markiert einen Wendepunkt. Etwa 1.200 Bnei Menashe werden bis Ende 2026 nach Israel einwandern, die restlichen 4.600 bis 2030. Die gesamte Operation wird von der israelischen Regierung und der Jewish Agency for Israel durchgeführt.

Eine wichtige Entscheidung, die auch zur Stärkung des Nordens und Galiläas beitragen wird“, erklärte Premierminister Netanjahu, da sich die neuen Einwanderer vor allem in Nof und HaGalil und anderen Städten im Norden niederlassen werden.

Warum es wichtig ist

Die Bnei Menashe haben sich als loyale und produktive Bürger erwiesen. Viele dienen mit Auszeichnung in den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF); einige von ihnen haben die Präsidentenmedaille für hervorragenden Militärdienst erhalten. Sie bringen starke familiäre Werte, eine solide Arbeitsethik und tiefe Loyalität zum jüdischen Staat mit.

Seit 2023 sind die in Manipur verbliebenen Bnei Menashe in schwere ethnische Gewalt zwischen lokalen Stammesgruppen geraten. Etwa 1.000 Mitglieder der Gemeinschaft wurden vertrieben, ihre Häuser und Synagogen zerstört. Viele leben nun in Flüchtlingslagern und stehen vor dem, was Gemeindeleiter „eine ungewisse Zukunft“ nennen. Die Entscheidung der Regierung verwandelt ihre Verzweiflung in Hoffnung.

Bitte unterstützen Sie die Alijah-Arbeit der ICEJ mit Ihrer Spende. Herzlichen Dank!