Französische Familie die nach Israel einwandert

ICEJ erwartet Alijah-Welle aus Frankreich

Französische Alijah

In den letzten Monaten gab es immer wieder Schlagzeilen, die vor einer Massenauswanderung der Juden aus dem Vereinigtes Königreich aufgrund des dort ansteigenden Antisemitismus gewarnt haben. Auch in Deutschland beobachtet die jüdische Gemeinschaft die jüngsten Entwicklungen im Land mit Sorge und muss erleben, wie Antisemitismus in unserer Gesellschaft auf immer breitere Akzeptanz stößt. Doch Frankreich ist das Land in Westeuropa, in dem Juden der größten unmittelbaren Bedrohung ausgesetzt sind. Unsere Nachbarn verzeichnen daher auch die höchsten Auswanderungszahlen von Juden, die nach Israel oder in andere Länder flüchten.

Exodus aus Frankreich

In Frankreich lebt weltweit immer noch die viertgrößte jüdische Gemeinschaft. Während der letzten zehn Jahre sind viele der dort lebenden Juden nach Israel ausgewandert. Diese Auswanderungswelle hat 2015 einen Höchststand von 7.000 französischen Neueinwanderern in Israel erreicht. Seither sind die Zahlen leicht gesunken, aber die Jewish Agency rechnet auch in diesem Jahr noch mit 2.700 französischen Juden, die Alijah (Einwanderung nach Israel) machen werden. „Die Jewish Agency hat uns berichtet, dass Olim (Neueinwanderer) aus Frankreich fast täglich mit Linienflügen ankommen, eine Familie nach der anderen“, berichtete ICEJ-Alijah-Direktor Howard Flower. „Wir glauben, dass eine weitere große Alijah-Welle aus Frankreich und Westeuropa bevorstehen könnte, da der Antisemitismus besorgniserregend wächst und die politische und wirtschaftliche Situation generell sehr instabil ist.“

Juden aus Nordafrika bedroht

Viele französische Juden kamen vor einigen Jahrzehnten aus den ehemaligen französischen Kolonien in Nordafrika wie Algerien, Tunesien und Marokko nach Frankreich. Oft leben sie in ärmeren Brennpunkt-Stadtteilen Seite an Seite mit muslimischen Einwanderern aus Nordafrika. Sie sind derzeit am gefährdetsten und können es sich aufgrund der hohen Kosten gleichzeitig am wenigsten leisten, auszuwandern. „Die Arbeitslosigkeit ist hoch, viele Menschen leben von Sozialhilfe und es gibt viele Jugendgangs. Die in Wohngegenden mit niedrigem sozialen Status lebenden Juden können nur Alijah machen, wenn sie unterstützt werden“, erklärte Sharon Handler-Pik von der Jewish Agency.

Helfen Sie mit

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) wurde darum gebeten, die Flugtickets von französischen Juden zu sponsern, die sich eine Heimkehr nach Israel selbst nicht leisten können. Pro Person werden dazu knapp 400€ benötigt.

Bitte helfen Sie uns, Flüge für bedürftige französische Juden zu finanzieren, die nach Israel in ihre jüdische Heimat zurückkehren möchten. Sie können hier online Spenden oder eine Projektpatenschaft für jüdische Alijah eingehen. Herzlichen Dank!


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